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Back to LinnaeaceaeAll kingdoms

Abelia parvifolia

Kingdom
3Plants
Phylum
6Angiospermae
Class
6Asteranae
Subclass
6Campanulidae
Phase
6Dipsacales
Subphase
2Linnaeaceae
Stage
7
Author

Jan Scholten

Type

Case

Chapter

3-666.62.07

Book
Family
Lichen sclerosus
Eine 60-jährige Frau kommt zur Anamnese wegen eines Lichen sclerosus auf der äusseren Schamlippe, welcher seit etwas mehr als 10 Jahren besteht. Bisweilen kann er recht stark jucken, vor allem in Zeiten grosser Belastung. Sie fragt sich, was wohl die Bedeutung dieser Hautveränderung sein könnte. Ob wohl ein Zusammenhang bestehe mit ihrer Sexualität? Da ihr Mann über eine drängendere Libido verfügt als sie, sei sie vielleicht manchmal zu nachgiebig gewesen ihm gegenüber.
In der Jugend litt die Patientin unter einer starken Schuppenflechte. Sie kann sich erinnern, dass sie deswegen im Spital grossflächig mit einer roten Tinktur eingestrichen worden ist, als sie im Alter von 7 Jahren zur Mandelentfernung hospitalisiert war. Zweimal musste in der Kindheit auch ein Furunkel ärztlich behandelt werden. Als junge Frau hatte sie oft Probleme mit Ausfluss. Im Alter von 34 Jahren hätte eine faustgrosse Ovarialzyste entfernt werden sollen, doch mit Visualisierung, Fussreflexzonenmassage, Yoga-Übungen und Demutshaltung ist es ihr gelungen, diese innerhalb eines Monates auf Haselnussgrösse zu reduzieren.
Die Patientin stammt aus einer kinderreichen Bauernfamilie und war in ihrer Jugend nicht besonders glücklich. Sie hatte zwar viele Freiheiten, musste aber zuhause auch sehr viel mithelfen. Ferien hat sie als Kind nie erlebt. Zudem hat sich ihre Mutter mit den Schwiegereltern, die ebenfalls auf dem Hof lebten, nie gut verstanden. Es ist zwar nie zu einem wirklichen Streit gekommen, aber es herrschte stets eine gespannte Atmosphäre zuhause. Trotzdem meint sie, dass ihre Kindheit gut gewesen sei, auch wenn man halt nie über die eigene Befindlichkeit gesprochen habe. Sie war sehr fröhlich, aber scheu und hat sich stets hinter dem Rockzipfel der Mutter versteckt. Auf ihre älteren Geschwister war sie zum Teil eifersüchtig, weil z.B. die eine Schwester einen schönen Teddybären hatte und sie nicht. Doch generell hat sie sich gut gefühlt im Verband der Geschwister. Auch heute noch sei der Familienzusammenhalt gut. So kommen z.B. stets alle zu Beerdigungen, was mithilft zu tragen. In der 4. Klasse wurde sie einer sehr strengen Lehrerin zugeteilt, unter der sie viel gelitten hat. Sie erzählt mit feuchten Augen, dass sie bei Rechenspielen immer die letzte war, die sich setzen durfte, und im Turnunterricht stets zuletzt gewählt wurde. Dies hat sie als eine Ablehnung empfunden, die bei ihr starke Ohnmachtsgefühle ausgelöst hat. Später hat sie zwar den Sprung in die Sekundarschule geschafft, ist aber bald wieder in die Realschule zurückgestuft worden, vielleicht auch, weil die Eltern sich nur wenig um ihre Prüfungsnoten gekümmert haben. Nach der Schule hat sie ein bäuerliches Haushaltslehrjahr absolviert, in welchem sie regelrecht aufgeblüht ist. Hier hatte sie erstmals Kontakt mit Kultur. So hat sie im Schulrahmen z.B. ein Konzert besuchen und ein Kloster besichtigen können. Später, nach der Ausbildung zur Handarbeitslehrerin, hat sie als Au-pair-Mädchen in Paris gearbeitet und war fasziniert von den Museen dort. Bis zur Heirat war sie in einem Heim mit behinderten Kindern tätig. Als ihre beiden Töchter im Schulalter waren, hat sie nebenbei eine Ausbildung als Tai-Chi-Lehrerin absolviert. Auch heute noch erteilt sie regelmässig Gruppenunterricht. Schwierig in ihrem Leben war die Phase, als eine ihrer Töchter zu kiffen begonnen hatte. Damals fühlte sie sich von ihrem Ehemannn alleine gelassen mit ihren Sorgen. Eine ihrer Schwestern ist jung verstorben und hat einen halbwüchsigen Sohn hinterlassen, der zeitweise grosse Schwierigkeiten im Leben hatte. Sie hat sich damals stark verantwortlich gefühlt für ihn und hat ihn nach Kräften unterstützt. Auch damals war sie die einzige, die sich wirklich gekümmert hat.
Die Patientin macht einen sicheren Eindruck, meint aber, dass ihr Selbstvertrauen nicht immer gut sei. Wenn z.B. jemand neu zu ihrer Tai-Chi-Gruppe stosse, so sei sie immer nervös. Sie ist nicht gerne in Gesellschaft und, auf den Jakobsweg angesprochen, meint sie, dass sie diesen nie begehen würde, da dort zu viele Leute wären. Generell sei sie nicht gerne im Mittelpunkt und habe deshalb an ihrem 60. Geburtstag auch kein Fest organisiert. Sie kann schlecht „nein“ sagen. Als eine aufdringliche Kollegin erfahren hat, dass sie sich für eine Ayurveda-Kur angemeldet hatte, konnte sie nicht verhindern, dass diese ebenfalls mitgekommen ist. Sie hat es einfach als Übung angesehen, sich während der Kur von ihr abzugrenzen. Sie kann zwar wütend werden, unterdrückt ihre Wut aber meist. Sie hat in ihrem Leben viel geholfen und gedient. Ihre Töchter meinen, dass sie an einem Helfersyndrom leide. Ihr spiritueller Lehrer hat ihr gesagt, dass sie sich zu sehr anpassen und verstecken würde.
Die Patientin hat schon immer über eine gute Körperwärme verfügt. Sie mag es nicht, wenn ihre Füsse warm werden und geht so oft als möglich barfuss. Wolle erträgt sie schlecht. Sie lebt mit zwei Katzen, welche sie geerbt hat. Für ihren grossen Garten erntet sie viele Komplimente. Dort darf alles wachsen, was will. Etwas zu werkeln im Garten empfindet sie als erholsam. Gerne mag sie Rosen und ihren Quittenbaum. Ihr Ordnungssinn ist nicht allzu ausgeprägt. Neben ihrem Bett befindet sich ein Stapel mit Büchern und Zeitschriften. Von einem Vorbehandler hat die Patientin Sulphur gekriegt, was ihr im Emotionalen etwas geholfen hat.
 Abelia parvifolia C200 (666.62.07) alle 2 Wo
Rose: 644.61.10
Quitte: 644.61.09
Follow-up:n. 2 Mten.: - hat bewegte Zeiten erlebt
- nach 1. und 2. Einnahme: intensiv geträumt von Gärten, schönen Bäumen und Blumen
- n. 3. + 4. Einn.: jeweils Durchfall, viele Träume, z.T. stressig (kommt nicht vom Fleck)
- nach 5. Einnahme: Durchfall; 4 Tage später sogar massive Durchfälle (36 Std. lang)
- Traum von letzter Nacht: wurde verfolgt von einem Mann in der Tiefgarage, floh ins
Haus hinein, in die Wohnung und auf den Balkon. Der Mann folgte ihr stets. War auf
dem Balkon in die Enge getrieben  hat den Verfolger umgebracht.
zu Beginn viele Erinnerungen von alten Verletzungen, von unguten Situationen aus der
der Kindheit zwischen M und MV  Melancholie (verging jeweils beim Bergwandern)
- Schmuck (2000.-) ist aus ihrem Schlafzimmer gestohlen worden  verletzt, weinerlich
hat sich überlegt, was denn dies für sie bedeutend könnte
- Lichen sclerosus hat sehr heftig gejuckt
hat sicher zu viel eingesteckt, vieles im Yoga einfach weggeatmet
- ist ruhiger geworden; kann Enkelkind wütend sein lassen ohne gleich intervenieren zu
müssen, weil sie denkt „ach wie schlimm ist dies!“
n. 5 Mten.: - hatte viele Belastungen, nahm Globuli zeitweise wöchentlich
Belastungen:
- Schwiegertochter hat sich von ihrem Sohn getrennt (haben zwei Kleinkinder)
- Neffe ist von Polizei wieder in Psychiatrie eingeliefert worden
- zwei junge Menschen aus ihrem Umfeld sind unerwartet verstorben
 ist erstaunlich ruhig geblieben
- träumt immer noch nach jeder Einnahme intensiv (z.T. schöne, „blumige“ Träume)
- ist in einem Buch von Verena Kast auf das Kapitel „das ungesehene Kind“ gestossen
- Enkelkinder wollten, dass sie die böse Katze spielt, vor der sie als Mäuse davon-
springen müssen  hat diese Rolle danach nicht ganz abgelegt
- ist wacher, sieht klarer, was abläuft, ist bestimmter, kann sich besser entscheiden
denkt dies ist eine Wirkung der Globulis
- hat seit 5 Jahren ein „Räusperproblem“ aufgrund einer trockenen Kehle
(wurde vom HNO-Arzt als chronische, durch die Menopause begünstigte Entzündung
diagnostiziert)
eine spezielle Vokalisierungstherapie hat eher verschlimmert als verbessert
 räuspert sich in letzter Zeit weniger (wurde auch vom Umfeld bemerkt)
- Lichen sclerosus juckt weniger oberflächlich akut
Juckreiz ist dumpfer und liegt etwas tiefer
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